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Im Hochland ...

 Distanz:79,83 km 
 Durchschnitt:9,77 km/h 
 Fahrzeit:8:21:18 h 
 Wetter:trocken, mild-warm, sonnig, windig (Seiten- oder Rückenwind)
 Profil:Schotterpiste, z.T. sandig, z.T. grober Schotter, teilweise Wellblechpiste, sehr schwer zu fahren, bergig

Im Hochland war die Fahrt an diesem Tag besonders anstrengend und schwer. Der Tag begann mit dem Angriff der Zuckmücken. Sabald ich das Zelt verieß, war ich wieder von Hunderten Zuckmücken umgeben. Diese fliegenähnliche Insekten beißen oder stechen zwar nicht, sind aber unheimlich nervend. Ich packte schnellstens meine Sachen zusammen und fuhr los. Selbst im Windschatten flogen sie mit. Das Wetter war wieder super, der Wind bließ von hinten. Die Schotterpiste war sehr schlecht, kaum festgefahren und sehr große Steine. Dazu immerwieder sehr steile Anstiege. Mühsehlig kam ich nur vorwärts. Einen kleineren Fluss musste ich furten, ansonsten durchfuhr ich kleinere Bäche. Unterwegs begegnete ich einen Radreisenden. Er fuhr mit dem Mountain-Bike und zog einen Trailor hinter sich. Er war schon seit einem Monat auf Island und wollte noch zwei weitere  Monate dort bleiben. Er hatte seinen Job gekündigt, so hatte er Zeit für seine Tour. Als ich ihn fragte, was er gelernt habe, bekam ich als Antwort: "Ich bin Schweizer, und Schweizer werden immer gesucht." Nun ja. Ich fuhr weiter, links immer die Gletscherzungen des Hofsjökull (Blautukvislarjökull, Múlajökull, Þjórsarjökull) im Blick. In der Ferne sah ich auf der anderen Seite den Gletscher Vatnajökull. Und eine unendliche Weite über die Wüste Islands. Schotter soweit das Auge reichte. Nur vereinzelt wuchs etwas Gras, ansonsten ist es ein lebensfeindliches Gebiet. Der Wind war stark, aber zum Glück trieb er mich nach vorne. Nach über 8 Stunden fahrt erreichte ich kurz vor dem Campingplatz Nýidalur einen großeren Gletscherfluss. Durch die Schmelze tagsüber hatte er viel Wasser und die Strömung war auch recht stark. Ich war sehr müde und so fand ich es zu riskant, den Fluss zu furten. Unweit des Flusses baute ich mein Zelt auf. Das Wasser war klar und ich füllte meine Flaschen auf. Frisch geduscht, ich hatte ja meinen Poketshower dabei, und gut gegessen genoss ich dann den Sonnenuntergang. Mit den wenigen Wolken sah ich, wie der Himmel sich wunderschön rot färbte. Da es kaum Dunkel wurde, verliert man auf Island völlig den Tagesrhytmus. Gegen Mitternacht legte ich mich schlafen.