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Wieder ins Landesinnere, der Abstieg in eine Lavahöhle und die Nacht am Gletscher ...

 Distanz:109,27 km 
 Durchschnitt:15,82 km/h 
 Fahrzeit:6:59:34 h 
 Wetter:trocken, mild, sonnig, etwas windig 
 Profil:anfangs Asphalt und flach, später Schotterpiste und bergig, z.T. sehr steil

Dies war der abwechlungsreichste Tag bisher. Wieder war das Wetter super, die Sonne schien und es war nicht mehr so kalt. Schon wenige Kilometer von Bifröst bog ich von der Ringstraße ab und fuhr weiter ins Landesinnere. Kurz vor Reykholt besichtigte ich die stärkste Thermalquelle Deildartunguhvar. Dort sprudeln 180 Liter pro Sekunde kochend heißes Wasser aus der Erde. In dieser Region gibt es zahlreiche Thermalquellen. Überall dampft es. Am Ende dieses Tals kam ich am wunderschönen Lavawasserfall Hraunfossar vorbei. Zahlreiche kleinere Wasserfälle kommen aus dem Lavagestein und ergießen sich in den Fluss Hvítá. Etwas oberhalb der Lavawasserfälle befindet sich der Wasserfall Barnafoss. Bei Húsafell, einem beliebten Erholungsort der Isländer, endete die asphaltierte Straße, und ich machte einen Abstecher zu den bekannten Lavahöhlen. Ich bog also links auf eine Schotterstraße ab und nach wenigen Kilometern erreichte ich das Lavafeld Hallmundarhaun. Abseits der Piste waren die Eingänge zu den Höhlen. Der Abstieg war nicht ungefährlich, dennoch wagte ich den Weg hinunter. Ausgestattet mit meiner Fahrradlampe bestieg ich die Höhle. Mühselig kletterte ich über die riesigen Felsbrocken. Die Höhle war beeindruckend. Ich kehrte zurück zu meinem Fahrrad und fuhr den Weg zurück bis zur Abzweigung. Dann ging es weiter in Richtung Kaldidalur. Die Straße stieg extrem steil an, vor mir blickte ich auf den Berg Ok. Auf der anderen Seite sah ich den Gletscher Eiríksjökull und den mächtigen Langjökull. Auf der Karte war eine Piste zum Langjökull eingezeichnet. Warum nicht dort hinfahren und dort übernachten? So fand ich auch die Abzweigung dorthin und ich fuhr dem Gletscher entgegen. In der Ferne war ein großer Wasserfall zu sehen. Die Piste wurde steiler und steiler, der Weg immer schlechter. Schließlich erreichte ich die Schutzhütte am Fuße des Gletschers. Dort traf ich zwei polnische Wanderer, die sich gerade verpflegten. Die Schutzhütte war leider geschlossen. Wenige hundert Meter weiter stand ich also vor dem Gletscher. Ich stellte mein Fahrrad ab, kletterte über einen kleinen Gletscherfluss und stand nun im ewigen Eis. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel auf den Gletscher. Ich war sehr beeindruckt von dieser gewaltigen Schönheit. Interessant war, dass der Gletscher aus kleinen Eiskugeln bestand, die wie in einem Gitter angeordnet waren. Ich füllte meine Flaschen mit dem frischen Gletscherwasser auf. Um wieder zurück zukommen, musste ich die Schuhe und Socken ausziehen und barfuß durch den eiskalten Gletscherfluß gehen. Das war sehr prickelnd. Ein Touristenpaar kam gerade an, mit denen ich mich kurz unterhielt. Dann fuhr ich zur Schutzhütte zurück. Es war schwer eine passende Stelle zu finden, um mein Zelt dort aufzubauen. Der Boden war sehr hart und es gab kaum ebene Stellen. Ich unterhielt mich noch etwas mit den beiden polnischen Wanderen bis sie aufbrachen und mit dem PKW davon fuhren. Inzwischen kam eine kleine Gruppe, ich vermute Russen, an. Sie hatten einen Jetski dabei und fuhren bis zum Sonnenuntergang auf dem Gletscher rum. Während ich mir die Trekkingnahrung zubereitete, ging die Sonne langsam unter, und der Gletscher wurde feuerrot. Ein Traumanblick. Es war ziemlich kalt dort oben. Nachdem ich gegessen hatte, legte ich mich auch gleich in meinen wärmenden Schlafsack.