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Die kleine Hochlanddurchquerung ...

 Distanz:86,97 km 
 Durchschnitt:13,07 km/h 
 Fahrzeit:6:43:20 h 
 Wetter:bedeckt, kühl, am Ende etwas Regen, stürmisch, Sandsturm 
 Profil:Schotterpiste (sehr schwer befahrbar), am Ende teilweise Asphalt, hügelig - bergig 

Wie gewöhnlich für Island änderte sich das Wetter recht schnell. Der Wind kam vom Gletscher und war sehr kalt. Wolken zogen auf. Ich packte meine Sachen und füllte nochmals meine Trinkflachen mit dem herrlichen und gut schmeckenden Gletscherwasser auf. Ich durchfuhr die Kalidalur, die kürzeste Hochlanddurchquerung auf Island, zwischen dem Berg Ok und dem Gletscher Langjökull. die Landschaft war trist und nicht besonders aufregend. Ich hatte vor, die Piste südlich des Gletschers zu nehmen, um zum Gullfoss und zum Geysir zu kommen. Es war schon ziemlich zugezogen und es fing auch schon leicht an zu regnen. In der Ferne in der geplanten Richtung sah ich eine gewaltige Staubwolke. So entschloss ich mich, weiter südlich nach Þingvellir zu fahren. Die Straße war recht neu und zum Teil noch Baustelle. Der Schotter war sehr grob und lose. So kam ich kaum vorwärts, zumal ich noch sehr starken Gegenwind hatte. Fluchend quälte ich mich durch und stand plötzlich vor dieser Staubwolke. Ein Sandsturm kam auf mich zu. In einer richtigen Gelegenheit fuhr ich, so zügig wie es ging, weiter und hatte Glück, dass der Wind sich ein wenig drehte und ich vom Sandsturm kaum etwas abbekam. Der Staub von einem ausgetrockneten See wurde durch den Wind so stark aufgewirbelt. Hinter einem engen Felsdurchbruch kam eine Abfahrt und die Schotterpiste ging in eine asphaltierte Straße über. Der Regen wurde stärker. Ich erreichte schon bald Þingvellir und machte an einem kleinen Café eine kurze Rast. Nachdem ich den Regen abgewartet hatte, fuhr ich weiter oberhalb des Sees Þingvallavatn. Die Landschaft ist einzigartig, ein Naturschutzgebiet mit niedrigen Wäldern und zahlreichen Vögeln. Über einen Bergrücken ging es auf einer gut befahrbahren Schotterstraße rüber zum See Laugarvatn, wo sich ein Campingplatz befand. Dort lernte ich ein Päarchen aus Israel kennen, Jonathan und Roma, die ebenfalls auf Radtour unterwegs waren. Ich baute mein Zelt neben ihnen auf und unterhielt mich mit ihnen etwas. Leider fing es an, stärker zu regnen, sodass ich mich schnellstens ins Zelt verkroch.